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Der Weltfrauentag am 8. März 2020 hat für die SPD in Gengenbach dieses Jahr eine besondere Bedeutung. Wesentlichen Anteil daran hat Marta Schanzenbach.
Die Ehrenbürgerin Marta Schanzenbach (7.2.1907 in Gengenbach, † 3.6.1997 in Offenburg) war von 1958 bis 1966 Vorsitzendes des SPD-Bundesfrauenausschusses. Dies zusätzlich zu ihren Funktionen im Bundesvorstand und Präsidium der Partei sowie im Vorstand der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Zeit ihres Lebens setzte sie sich für Gleichberechtigung und Frauenrechte ein.
Dabei war eines ihrer Hauptanliegen, dass Frauen aufgrund von Ehe, Familie oder fehlende Finanzmittel nicht auf eine Ausbildung verzichten mussten. Deshalb entwickelte sie unter anderem das BAFöG maßgeblich mit. Der SPD Ortsverein, der dieses Jahr sein 120jähriges begeht, wird im Rahmen seiner kommenden Feierlichkeiten die SPD-Politikerin gesondert ehren.
Die deutsche sozialistische Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin schlug am 27. August 1910 die Einführung eines internationalen Frauentages vor. An diesem sollten sich Frauen für Gleichberechtigung, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für Frauen sowie für ein Frauenwahlrecht und gegen Diskriminierung einsetzen. Für Marta Schanzenbach war Clara Zetkin ein Vorbild.
An Heilige Drei Könige traf sich der SPD-Ortsverein Gengenbach zur internen 120 Jahresfeier – Mehrere offizielle Veranstaltungen sind im Jubiläumsjahr geplant
Exakt vor 120 Jahren, am 6. Januar 1900, wurde im Gasthaus Mercyschen Hof die SPD Ortsgruppe Gengenbach gegründet. Die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Andrea Ahlemeyer-Stubbe zog auf der Feier in ihrer Ansprache Parallelen zu den damaligen und heutigen Veränderungen. Dabei formulierte sie auch für was die SPD künftig steht.
Zu den Gründungsmitgliedern anno 1900 gehörte Hermann Lehmann, der Vater des wohl prominentesten Mitglieds des SPD-Ortsvereins, die Gengenbacher Ehrenbürgerin Martha Schanzenbach. Sie gehörte dem Bundestag seit der allerersten Legislaturperiode an. 1972 schied sie aus dem Gremium aus. Seit 2005 trägt das hiesige Gymnasium ihren Namen.
SPD-Ortsvereinsvorsitzende Andrea Ahlemeyer-Stubbe konnte sich über viele Teilnehmer an der inoffiziellen Jubiläumsfeier freuen. Sie lies die Entwicklungen in der Arbeitswelt durch die letzten 120 Jahre Revue passieren. „Damals hielt die Elektrizität Einzug in die Unternehmen und Haushalte, Berufsfelder verschwanden, haben sich weiterentwickelt oder entstanden neu, zum Beispiel der Elektriker. Arbeitszeiten und Schichten veränderten sich durch den Einsatz von künstlichem Licht.“ Laut ihr stehen wir heute ebenfalls vor grundlegenden Veränderungen aufgrund von Digitalisierung, Industrie 4.0, Globalisierung, Energiewende und Klimawandel.
Frau Daniela Paletta wurde im ersten Wahlgang zur Nachfolgerin von Hans-Peter Heizmann gewählt.
Der SPD Ortsverein wünscht Frau Paletta viel Erfolg als Bürgermeisterin von Biberach und Prinzbach.